Klang & Emotion - SNF / UZH

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Als musikalischer Leiter habe ich an einem SNF-Forschungsprojekt der Universität Zürich und der Université de Genève mitgearbeitet - zur Frage, was Klaviermusik im Gehirn auslöst. Ich habe die musiktheoretische Struktur der Studie entwickelt und als Komponist und Pianist daran teilgenommen. Eine Dokumentation meiner Arbeit ist in meiner Masterarbeit Adaptive Improvisation festgehalten.




Das offizielle Projekt Abstract

Menschen benutzen die Stimme als auch Musik um Emotionen über den akustischen Klang dieser Signale an andere Menschen zu übermitteln. Es sind gerade die akustischen Variationen und Veränderungen in klanglichen Eigenschaften (Tempo, Timbre, Rhythmus, etc.) der Stimme und der Musik, die starke emotionale Reaktionen in Hörern auslösen.
Während die Stimme eine evolutionsbiologisch sehr „alte“ Möglichkeit ist, mit der Menschen als auch Tiere emotionale Signale an andere Mitmenschen oder Artgenossen schicken können, ist die Musik eine sehr „junge“ Errungenschaft des Menschen, um Signale und Emotionen auszudrücken und an andere Menschen zu übermitteln. Obwohl beide Modalitäten (Stimme, Musik) evoltionsgeschichtlich sehr weit auseinanderliegen, teilen doch beide Modailtäten viele Möglichkeiten, um über akustische Variationen Emotionen auszudrücken. Es sind neben den eher statischen akustischen Eigentschaften v.a. die dynamischen Variationen von klanglichen Eigenschaften in diesen beiden Modalitäten (z.B. der ärgerliche Mensch spricht immer lauter und harscher, der Musiker verändert das Tempo und Komplexität seiner Darbietung), die zu den stärksten emotionalen Reaktionen in Hörern führen. In diesem Forschungsprojekt soll dementsprechend untersucht werden, welche dynamischen Variationes es tatsächlich sind, mit denen Sprecher als auch Musiker versuchen in ihrer klanglichen Darstellung die stärksten emotionalen Reaktionen als auch die stärksten Gehirnreaktionen in Hörern hervorrufen.

Die Dynamik der klanglichen Variationen in Stimme und Musik als Grundlage des emotionalen Ausdrucks ist ein wenig beachtetetes Thema in den Wissenschaften. Das ist erstaunlich, weil wir aus unseren menschlichen Alltag sowie aus musikalischen Darbietungen als Menschen den ständigen Endruck haben, dass es diese klanglichen Variationen sind, die uns emotional am stäksten beeinflussen.

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